Zukunft der NAS-Server von Synology?

networker83

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Hallo zusammen,

seit vielen Jahren bin ich treue Synology-Kundin und habe diverse Geräte im Einsatz. Ich war/bin stets zufrieden, nachdem ich in der Vergangenheit mit einem Wettbewerber (Q...) schlechte Erfahrungen gemacht hatte.

Was ich jedoch mit Sorge betrachte, ist die Produktpalette der NAS-Server von Synology auf der Website.

Wenn ich es richtig sehe, gab es für das Modelljahr 2024 gerade mal zwei Modelle: DS124 und DS224+. Für das Modelljahr 2025 gibt es bisher noch gar kein Modell und ich kann mich auch an keine Ankündigung erinnern.

Stattdessen sind teilweise viele Jahre alte NAS-Server noch gelistet, z.B. RS3618xs oder RS1618xs+ aus den Modelljahren 2018 und 2019.

Wenn es neue Produkte gab, dann zumeist extrem hochpreisige Speicherlösungen, mit denen man klassischen SAN-Anbietern wie NetApp Konkurrenz machen will.

Daher mache ich mir aktuell wirklich Sorgen, ob die klassischen NAS-Server irgendwann komplett aus dem Sortiment verschwinden könnten. Das wäre sehr schade, da ich momentan keinen Wettbewerber kenne, der in Sachen Qualität (Hard- UND Software) auf Augenhöhe mit Synology wäre.

Weiß jemand mehr, wie es weitergehen wird?

Viele Grüße und danke
networker83 (weiblich)
 
Wirklich wissen wir das hier niemand.

Aber wir können vermuten.

Es werden schon neue Geräte kommen . Aber Synology dünnt das feld etwas aus.
Vorallem von unten her .
Wobei ich sagen muss , es gab schon einige Geräte die Heutzutage kaum noch zu empfehlen sind . Gerade so die 1 Bay J Modelle .


Allgemein verstärkt sich Synology auf den Business und Enterprise markt.
In wie weit Synology sich vom Privat User abheben will wird man sehen .
Wobei da so Projekte wie die BeeStation eigentlich dafür spricht das Synology schon noch den PrivatUser ansprechen will.
 
Also ich habe im Moment auch überwiegend Enterprise-Geräte der xs-Serie im Einsatz:
DS2015xs, DS3617xs und DS1621xs+

Die sind auch alle per 2 x 10 GbE (LACP) mit LWL mit meinem Core-Netz (10 GbE) verbunden.

Daneben noch die +-Modelle 716+II und 620slim.

Die Value- und j-Serie halte ich für unterdimensioniert und würde es verschmerzen, wenn da nichts mehr kommt.
 
Und reichen ja auch .
Ich hab bei mir Unteranderem ne RS1221+ im Einsatz , auch mit 10 G LWL ans Backbone angeschlossen.
Die kommt von der Perfomance so gar nicht an die grenzen.

Wirklich Leistung wird dann ja vom Proxmox Cluster bereitgestellt.
Von daher sehe ich es jetzt nicht so dramatisch das es jetzt nicht jedes Jahr zig neue Modelle gibt.
 
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also ich finde ein eher übersichtliches Angebot mit weniger 'ähnlichen' Modellen besser

für jeden einzelenen Zweck ein extra Hardware zu haben ist meiner Meinung nach nicht sehr nützlich. Und warum muss jedes Jahr ein neues Produkt da sein wenn das vom Vorjahr immer noch funktioniert?

Hoffe wir sind da nicht bei den Smartphones, da wird einem eingeredet dass ein Model aus 2023 absolutes Schrott ist...
 
Ja genau der Meinung bin ich da auch
 
Bei Synology bekommst du für dein Geld mehr Software – dafür aber weniger Hardware.

Bei Ugreen, dem aufstrebenden Stern am Technik-Himmel, ist es genau umgekehrt: Hier erhältst du mehr Hardware für dein Geld, jedoch mit weniger Software.

Synology reduziert zunehmend den Funktionsumfang seiner eigenen Dienste. 2010 konnte das Unternehmen noch mit eigenständigen Programmen punkten, doch heute sind Entwicklung und Wartung – selbst für Synology Photos – zu kostspielig. Das führt dazu, dass die Software oft nur mittelmäßig ausfällt. Warum auch in eigene Lösungen investieren, wenn spezialisierte Alternativen wie Immich im Docker existieren, die ihre Aufgabe weitaus besser erfüllen?

Deshalb glaube ich, dass Synology in Zukunft viele eigene Dienste einstellen wird. Eine Ausnahme dürfte die Surveillance Station bleiben – denn sie gehört zu den besten Überwachungslösungen auf dem Markt.
 
Problematisch finde ich auch die zunehmende Ausdünnung der Kompatibilitätslisten zu Gunsten von überteuerten und nur minimal geänderten Synology Festplatten, Speicher etc. Mittlerweile habe ich auch noch andere Hardware (Terramaster) hier stehen. Deren eigenes OS ist zwar auch nicht der Burner, aber anders als bei Synology kann man auf der schon besseren Hardware auch ganz einfach sein eigenes OS (bei mir Truenas) installieren
 
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Eine Ausnahme dürfte die Surveillance Station bleiben
Die bleibt wahrscheinlich auf den Diskstation der Privatnutzer ein Abfallprodukt der Weiterentwicklung auf den, im Business Bereich, dafür entwickelten Geräten. Ich denke auch, dass wir noch ein Stück mit der Surveillance Station leben dürfen. Aber genau wie bei der Hardware - und es @metalworker bereits treffend gesagt hat - geht die Entwicklung in Richtung Business und Enterprise. Und dort hin wird auch die Entwicklung der Software gehen. Schwerpunkte werden meiner Meinung nach hier. ABfB, Snapshot Replication, Hyperbackup, Surveillance Station und Verschlüsselung sein. Alles andere wird - so denke ich zumindest - "fallen gelassen". Den Anfang hat die Video Station und Synology Photos gemacht. Die Audio Station wird früher oder später auch nicht mehr weiterentwickelt und evtl. "wegen Performanceproblemen", die keine sind, wegrationalisiert. Die privaten Nutzer werden sich früher oder später nach Alternativen im Community Store oder extern umsehen müssen.
 
Die Kompatibilitätslisten sind doch Schall und Rauch - die dienen eher dafür, bei den Enterprisegeräten Argumente zu haben, um Bundles zu verkaufen.

Hier spielt auch die Vergrößerung der Zyklen zur Modellerneuerung eine Rolle: Die Listen werden meist nur 1x herausgegeben und dann nicht mehr angefasst. Ist ein Modell dann Jahre auf dem Markt, sind die Listen eben im Rückstand.

Synology versucht aus meiner Sicht gerade den Spagat zwischen den SoHo-Anwendern (vor allem Einsteiger- und Plus-Modelle) und dem Firmensegment. Ob sie das auf Dauer durchhalten werden, halte ich nicht für sicher. Die zuletzt vorgestellten Backuplösungen zielen auf ein neues Marktsegement, das dank der Verschlüsselungsmafia entsteht. Wir werden sehen, was als nächstes auf den Markt kommt.
 
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Und Synlogy passt sich an und setzt den Fokus vermehrt auf Backup und Sicherheit .
Was durchaus gut ist.


Sowas wie Audio und Video Station nutzen im Vergleich nicht so viele .
Die meisten User nutzen eher Streaming Dienste für Audio und Video .

Aber die Privaten Bilder und Videos vom Handy. Die wollen dann doch mehr zuhause in der Private Cloud haben . Und das sicher.
Daher denk ich wird die Synology Photos bleiben .
 
Hallo @networker83!
Was ich jedoch mit Sorge betrachte, ist die Produktpalette der NAS-Server von Synology auf der Website.
Ich zäume das Pferd mal von hinten auf:
  • Was fehlt dir den im Speziellem in den Modelljahren 2022/2023/2024?
  • War der Aktualisierunszyklus in der Vergangenheit bei Synology jemals großartig anders?
  • Welche Optionen, außer vielleicht 2.5 GbE, fehlt bei den vorhandenen NAS-Modellen im Synology Portfolio?
  • Prozessoren der ausgewählten Baureihen werden bei Synology jahrelang beibehalten. Also warum neue Modelle in kurzen Zeiträumen?
Ich freue mich auf deine Antworten.

Schönen Abend und viele Grüße
maxblank
 
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Hallo @networker83!

Ich freue mich auf deine Antworten.
Gerne.

Also:
1. Es fehlen 2,5 GbE LAN-Ports, diese sollten bei Plus-Modellen meiner Meinung nach inzwischen Standard sein, insbesondere wenn es M.2-Slots gibt.
2. Es fehlt ein Nachfolger der FS1018 bzw. eine größere Variante der DS620slim.
3. Es fehlt die Möglichkeit, SFP+ bei den Modellen wie der DS723+ nachzurüsten (es gibt lediglich Kupfer als 10 GbE-Nachrüstoption).

Außerdem mache ich mir eben wirklich Sorgen, ob sich Synology aus dem Markt der klassischen NAS zurückzieht, weil es schon sehr lange sehr ruhig mit Neuerscheinungen geworden ist.
 
Warum auch in eigene Lösungen investieren, wenn spezialisierte Alternativen wie Immich im Docker existieren, die ihre Aufgabe weitaus besser erfüllen?
Docker läuft nicht nur bei Synology. Früher hatte Synology mit ihren Apps ein Alleinstellungsmerkmal, welcher weg gefallen ist. Wenn eh überall Docker läuft, wieso dann noch Synology kaufen. Und um der Sache noch ein Sahnehäubchen aufzusetzen, laufen wegen der völlig veralteten Linux Kernel einige Docker Container nicht mehr gescheit auf den Kernel 4.4 Synos.
 
  1. Bin ich bei dir. Gibt es allerdings bei der DS723+ und der DS923+ optional. Wer es bei anderen Modellen will, kann 2.5 / 5 GbE per USB-Adapter verbauen.
  2. Jedes Modell kann SATA-SSDs verarbeiten. Warum dann so ein Nischen-Modell wie ein Slim-NAS? SATA-SSDs sind nicht mehr gefragt (scheinen zumindest die Hersteller so zu sehen), da Ihnen NVMEs den Rang ablaufen
  3. Wer nutzt im privaten Umfeld SFP+? Nur die Wenigsten. Größere Modelle ab 6-Bays mit PCIe-Slot können auch mit SFP+ aufgerüstet werden.
 
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Warum auch in eigene Lösungen investieren,

So macht das nach meinem Gefühl UGREEN bisher.
Entweder ist die Software unausgereift oder basiert mehr oder weniger auf freier Linux Software beziehungsweise Apps.

Ich stelle mir vor, ein einfacher IT unbedarfter Mensch kauft sich ein UGREEN NAS. Entweder verwendet er nur absolute Basics eines NAS oder er muß ja fast schon extrem lernwillig sein und Zeit aufwenden.
Ein Einstieg wie auf eine DS schaut da anders aus.
 
  1. Bin ich bei dir. Gibt es allerdings bei der DS723+ und der DS923+ optional. Wer es bei anderen Modellen will, kann 2.5 / 5 GbE per USB-Adapter verbauen.
  2. Jedes Modell kann SATA-SSDs verarbeiten. Warum dann so ein Nischen-Modell wie ein Slim-NAS? SATA-SSDs sind nicht mehr gefragt, da Ihnen NVMEs den Rang ablaufen
  3. Wer nutzt im privaten Umfeld SFP+? Nur die Wenigsten. Größere Modelle mit PCIe-Slot können auch mit SFP+ aufgerüstet werden.
Zu 1.:
Ist das inwzischen bei Synology so einfach möglich, 2,5 und 5 GbE über USB nachzurüsten?

Zu 2.:
Es ist Platzverschwendung, in ein 3,5 Zoll-Gehäuse nur 2,5 Zoll-Laufwerke einzubauen. Die FS1018 hatte dieselben Maße wie die DS3018xs, erstere konnte 12 x 2,5 Zoll-Laufwerke aufnehmen, letztere nur 6 x 3,5 Zoll.

Zu 3.:
10 GbE als Kupfer ist ein unwirtschaftlicher Stromfresser. Ich nutze 10 GbE ausschließlich über LWL.
 
SATA-SSDs sind nicht mehr gefragt (scheinen zumindest die Hersteller so zu sehen), da Ihnen NVMEs den Rang ablaufen
Synology ist beim Thema NVME der Hersteller mit den meisten Einschränkungen bei NVME als Volume und hat kein NVME-only Gerät wie viele Mitkonkurrenten.
 
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Korrekt und das ist genauso von Synology gesteuert bzw. gewollt. Willst du NVME-only, dann wird Synology das in absehbarer Zeit nicht bedienen - meiner Meinung nach.
 
SATA SSD nicht, NVME nicht, Synology gibt aus meiner Sicht zu viele Marktsegmente kampflos auf.

Dazu kommen der bereits genannte Verzicht auf den ehemaligen Vorsprung durch die hauseigenen Apps und die veraltete Hardware. Langsam bleibt echt wenig übrig.
 
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